Kos Tag 2: Ab und auf

Kos Tag 2: Ab und auf

Nachdem wir unsere Klimaanlage nun dazu gebucht haben, wollten wir den Vormittag am Pool verbringen. Die Rutsche des Kinderpools neben der Bar war verlockend und Rick hatte mindestens eine halbe Stunde seinen Spaß damit.

Doch dann passierte es: Dieser Moment, der alles wieder zunichte macht.

Rick rutschte wohl irgendwie ab und glitt lautlos in den Pool hinein, sodass er komplett untertauchte.  Das Erschreckendste daran ist, dass Kleinkinder in eine Schockstarre fallen sobald ihr Gesicht unter Wasser ist und dadurch völlig regungslos ertrinken würden. Obwohl er über 30cm größer ist als die angegeben 60cm Wassertiefe trieb er in dem Moment im Wasser und konnte sich nicht selbst aus der Situation befreien. Da ich ja gleich daneben stand, ist er zum Glück mit einem Schrecken davon gekommen. Der Unfall hat uns aber gelehrt wie schnell und lautlos ein Kind im Wasser verschwinden kann. Also wirklich NIEMALS mal nur für eine Minute zur Liege Sonnencreme holen oder ähnliches. Dann lieber das Kind schnell mitnehmen.

Dieses Erlebnis hat uns den ganzen Tag noch sehr beschäftigt. Rick erwähnte immer wieder, dass er ins Wasser gefallen ist und meidete den Kinderpool und dessen blaue Rutsche für den Rest der Reise.

Ich habe mich aber auch total verrückt gemacht.

Ständig kamen die „Was wäre wenn Du es nicht rechtzeitig bemerkt hättest“ – Gedanken und trübten meine Stimmung sehr.

Um uns von diesen negativen Gedanken abzulenken sind wir durch den Ort Tigkaki gelaufen, in dem sich unser Hotel befand.

Vormittags ist dort nicht viel los.

Wie wir erst später festgestellt haben beginnt die Stadt erst in den Abendstunden mit Leben gefüllt zu werden. Denn dann öffnen erst alle Geschäfte, Bars und Restaurants. Da wir eh nur zum Strand wollten, hat uns der leere Ort nicht weiter gestört. Dort angekommen trafen wir um so mehr Menschen an. Alle in Reih und Glied auf den Liegen verteilt.

Wir setzten uns einfach auf unsere Yogamatte (Link) und ein Kangatuch (Link) und genossen den schönen Anblick des Meeres mit den Bergen der Nachbarinseln im Hintergrund. Das warme Wasser war glasklar und man kann etwa hundert Meter weit hinein laufen und es reicht trotzdem gerade mal bis zum Bauch. Also besonders super für Familien mit kleinen Kindern.

Klingt also nach einer Menge Spaß sollte man meinen.

Ich hatte vermutet durch das flache Wasser wird Rick wieder Mut finden und mit ins Meer gehen. Er hatte aber den ganzen restlichen Tag genug vom Wasser und ärgerte sich drüber, dass einfach überall der feine Sand am Körper klebte. Wenn man sich dann nicht abwaschen will, wird’s natürlich noch unangenehmer. Ricks schlechte Laune machte meine nicht besser und ich sah uns schon frustriert frühzeitig nach Hause fliegen. Was will man an einen so heißen Ort wie Kos, wenn das Kind nicht ins Wasser gehen will? Frustriert packten wir also wieder unsere Sachen um uns den nahe liegendes Salzsee von Kos anzuschauen.

Der entspannte uns aber auch nicht wirklich.

Er entpuppte sich nämlich als weniger attraktiv als erwartet. Flamingos waren auch keine zu sehen, dafür umso mehr Mücken. Der Reisebuggy stieß bei diesen Terrain auch an seine Grenzen. Nun reichte es völlig.Wir stapften querfeldein über die Wiesen, vorbei an grasenden Kühen – der direkteste Weg zurück zum Hotel und stärkten uns erstmal beim Mittagessen.

Man sollte es kaum glauben, aber der Tag bekam noch eine positive Wendung.

Nachdem wir eine Siesta einlegten und uns noch ein wenig die restliche Hotellandschaft anschauten, zog es uns bei Dämmerung noch einmal zum Strand. Diesmal mit Spielzeug im Schlepptau damit Rick sein Ding machen kann. Auf dem Weg trafen wir einen Luftballonverkäufer, der LED-Luftballons (Link) verkaufte. Perfekt! Der durfte gleich mit und rettete uns quasi noch den Tag. Rick hatte durch ihn eine wunderbare Beschäftigung am Strand bekommen und spendete uns Licht als es schon ganz dunkel wurde.

kleine weiße Kirche mit blauem Dach in Tigaki, Kos, Griechenland.

Kirche in Tigkaki auf dem Weg zum Strand
Kind mit einem leuchtenden Luftballon nachts am White Beach von Tigkaki Kos Griechenland.
Am White Beach hatte Rick dank des LED Luftballons doch noch Spaß

Das Wetter war noch immer unglaublich mild, sodass wir locker auf den Liegen hätten schlafen können. Das haben wir aber der Mücken wegen doch sein lassen. Aber ins warme Wasser sind wir trotzdem nochmal gehüpft 🙂

Auf dem Rückweg durch die Ortschaft sahen wir volle Bars, laute Musik und tolle Beleuchtung. Eine Bar mit einen großen Springbrunnen voller bunter LEDs hat es uns besonders angetan. Ein DJ spielte Livemusik und während dessen schoss das bunt beleuchtete Wasser passend zur Musik aus den Brunnen.

Mutter und Kind sitzen auf einer Liege am White Beach in Tigkaki Kos Griechenland und genießen den Sonnenuntergang. Der leuchtende Luftballon beleuchtet den dunklen Strand.

Das war ein perfekter Moment. Die Sonne war fast untergegangen und die ersten Sterne funkelten.
Bunt beleuchteter Springbrunnen in Tigkaki, Kos, Griechenland. Runderherum sind Bars und Live Musik.

Der mit LEDs beleuchtete große Brunnen in Tigkaki mit Live Musik.

So wurde aus dem schlechten Tag, doch noch eine schöne Erinnerung.

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