Malta

Malta

Nur noch drei Monate dann ist schon wieder Januar. Dann ist unsere Reise nach Malta schon ein Jahr her.

Es wird also höchste Zeit endlich davon zu erzählen.

Die meisten Touristen besuchen den kleinen Inselstaat in der Hauptsaison – also dann wenn es nicht nur wahnsinnig teuer, sondern auch unerträglich heiß ist. Auf dieses interessante Land sind wir nur zufällig gestoßen. Wir wollten endlich mal zu dritt reisen, endlich raus aus dem Alltag. Auf der Suche nach Angeboten wurde Malta zusammen mit Italien in eine Sparte zusammengefasst und war Ende Dezember / Anfang Januar die günstigste Destination. Weder Mart noch ich hatten Malta als Reiseziel auf dem Schirm gehabt, obwohl wir es geographisch kannten.

Wir brauchten nicht lange recherchieren.

Die Bilder, die Google präsentierte, und die Blogposts, die Pinterest ausspuckte, überzeugten uns sofort. Diese krasse Festung, die vielen Kirchen, dieses türkis-blaue Meer…. Wir bereiteten alles vor um bereits zwei Wochen später im Flieger zu sitzen.

Mutter und Kind schauen durch ein Fenster des Leipziger Flughafens und beobachten wie ein Flugzeug beladen wird.
Ricks erster Flug. Die Aufregung ist groß.
Kind schaut aus einen Fenster des Flugzeuges.
Fliegen findet Rick mega spannend.
Die Insel Gozo vom Flugzeug aus fotografiert. Im Vordergrund sieht man die Turbine des Flugzeuges und den Rahmen des Fensters.
Kurz vor der Landung hatten wir noch einen tollen Blick auf die Nachbarinsel Gozo.

Wir flogen von Leipzig aus mit Small Planet Airlines pünktlich los. Zweieinhalb Stunden braucht man nur um auf Malta sein zu können. Der Flughafen ist gepflegt und gut strukturiert. Unser ganz persönliches Shuttle – eine Limousine nur für uns – wartete bereits. Der junge maltesische Fahrer schlengelte sich gelassen durch den dichten Linksverkehr. Je näher wir unserer Unterkunft waren, umso dichter wurde eigentlich alles. Verkehr, Häuser, Straßen… alles war unglaublich eng gebaut.

Eine Nebenstraße in Sliema bei Nacht.
Blick vom Balkon unserer Unterkunft

Mittlerweile war es schon 22 Uhr

Wir wollten endlich aufs Zimmer. Der Check-In zog sich in die Länge. Dann mussten wir das Haus verlassen und mit unseren ganzen Gepäck plus Kleinkind in eine Parallelstraße laufen. Dort waren die Apartments, die wohl zum Hotel dazugehören. Das eigenartige war nur, dass es in diesem Gebäude nichts weiter gab. Keine Rezeption, keine Mitarbeiter. Nur ein Zahlenschloss an der Eingangstür und Kameras in jedem Gang versuchten ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Unser Apartment war schön groß, sauber und modern eingerichtet. Wir schoben die drei einzelnen Betten zu einem großen zusammen. Ein 3 Meter breites Familienbett sozusagen. Die Küche hatte alles was man brauchte und das Bad hatte eine schöne große Dusche von der aus man sich im Spiegel beim Waschen beobachten kann. Das war schon lustig.

Bild vom Hotelzimmer.

Endlich im Bett gelandet bemerkten wir, dass es in Malta anscheinend keine dicke Decken gibt. Es gab nur dünne Kuscheldecken, aber davon mehrere im Schrank. Die Nächte in Malta im Januar sind kühl und es gibt keine Heizung. Jeder schlief also mit 2 bis 3 Kuscheldecken, die am nächsten Tag immer zu einen riesigen Knäuel verwurschtelt waren. Soweit so gut. Die Lage der Unterkunft war ruhig. Eigentlich super für eine erholsame Nacht. Nur die anderen Gäste haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Türen knallen, lautes Telefonieren, mit Stöckelschuhen im Zimmer umher laufen – anscheinend waren die günstigen Apartments bei Partypeople sehr beliebt. Denn wie wir später noch erfahren werden ist unsere Unterkunft nicht weit entfernt vom hippen Partyviertel St. Julian entfernt.

Im Nachhinein ist es schon witzig, dass alle unsere Reisen immer holprig starten.

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