Reise nach Valetta

Reise nach Valetta

Auf der anderen Seite der Bucht von Sliema liegt Valetta. Die beeindruckende Architektur der maltesischen Hauptstadt fiel schon bei unserer gestrigen Tour immer wieder auf.

Also haben wir am Abend beschlossen, dass es gleich am nächsten Tag nach Valetta gehen soll.

Wir liefen an der Promenade entlang und versuchten durchzublicken mit welchen Anbieter man nun am günstigsten nach Valetta rüber kommt. Die meisten Anbieter sind in Wirklichkeit nur daran interessiert teure Bootstouren für Touristen zu verkaufen. Sie fahren für 15€ pro Person eine Runde durch die Bucht und setzen einen wieder in Sliema ab. Wir liefen weiter bis wir schließlich doch die öffentliche Fähre gefunden haben. Wir haben es Euch auf der Karte markiert:

Die Überfahrt nach Valetta kostet genauso viel wie ein Busticket.

3,50€ pro Person, Kinder kostenlos, 3 Stunden gültig und kann mit dem Bus kombiniert genutzt werden. Busfahren ist auf Malta sehr unkompliziert. Die Busse sind für gewöhnlich auch in der Nebensaison sehr voll, aber die Busfahrer achten sehr darauf, dass Familien mit Kinderwagen und alte Menschen trotzdem einen Platz bekommen. Das ist uns selbst passiert. Der Bus war voll, keiner macht Platz, plötzlich schreit der Fahrer auf maltesisch durch den Bus und die Menschen springen auf wie aufgescheuchte Hühner. Erstaunliches Szenario, dass ich mir in Deutschland nicht vorstellen konnte.

Sicht von der Fähre auf das blaue Wasser und die Stadt Sliema, Malta
Blick von der Fähre auf Sliema.

Während der Überfahrt freuten wir uns nicht nur wie verrückt auf Valetta, sondern waren auch von der kleinen Insel Manoel Island mitten in der Bucht total fasziniert. Da müssen wir morgen hin, haben wir uns gleich vorgenommen.

In Valettas Hafen angekommen fühlt man sich gleich von den riesigen Festungsmauern erschlagen.

Auf diesem Bild wird deutlich wie stark die alten Festungsmauern sind. Eine Katze machte es sich auf den warmen Steinen gemütlich. Seht ihr Sie?

Der steile Berg hinauf zur Stadt lässt einen ziemlich schnaufen. Überhaupt muss man in Valetta gut zu Fuß sein. Viele Treppen, viele Berge, viele Unebenheiten, enge Wege. Zwischenzeitlich habe ich Rick auf dem Rücken getragen, weil es mit dem Buggy ein einziger K(r)ampf war. Doch für den Anblick hat es sich mehr als gelohnt.

Google Maps Karte von Valetta. Die eingezeichnete grüne Linie zeigt wie wir an dem Tag durch Valetta, Malta gelaufen sind.

Auf der Karte seht ihr unsere Tour durch einen Teil Valettas. Ich wollte mir unbedingt die St. John’s Co-Cathedral anschauen. Eine unglaubliche prunkvolle Kathedrale aus dem späten Barock. Diese haben wir aber zunächst mit der ähnlichen klingenden St. Pauls Pro-Cathedral verwechselt. Diese ist quasi das ganze Gegenteil. Völlig schmucklos und langweilig anzusehen. Auf dem Weg dorthin sind wir an der Carmelite Church vorbeigekommen. Sie hat eine beeindruckend große Kuppel, wurde aber zu diesen Zeitpunkt restauriert. Danach ging es Richtung St. John’s und es gab so viele tolle Einblicke zu sehen. Die Sonne schien perfekt in die Straßen.

Nachdem wir die von außen eher unspektakuläre St. John’s Co-Kathedral gefunden haben, waren wir vom Eintrittspreis sehr erschlagen.

Während wir überlegten ob es uns 40€ Eintritt wert wäre, schlängelten sich Massen an Touristen an uns vorbei. Gleich zwei Gründe nicht reinzugehen. Wir liefen Richtung Stadttor vor dem sich ein riesiger Platz mit ebenso riesigem Springbrunnen befindet. Auch in der Nebensaison ist es hier voll. Das hat es uns sehr schwer gemacht wirklich schöne Bilder dort zu machen.

Ganz in der Nähe befindet sich ein Freilichttheater an dem wir einen Geocache gleich noch mitgenommen haben. Am Stadttor ragen zwei große Treppen in die Höhe. Mit ihnen gelangt man zum Hasting Garden Malta. Ein kleiner Garten mit mediterranen Bäumen, der sich auf den Festungsmauern befindet.


Von den großen Festungsmauern hat man einen super Ausblick auf die Bucht und die umliegenden Städte.

Zum Mittag aßen wir leckeren Burger und Pommes und shoppten für Rick noch eine dicke Joggingshose und einen Kapuzenpullover, da der Wind doch kälter weht als gedacht.

Kurz vorm Hafen fiel uns dieser Spielplatz auf:

Rick freute sich sehr über diese Entdeckung. Ganz in der Nähe zur Anlegestelle der Fähre befindet sich dieser Hochsicherheitsspielplatz. Spaß hatten wir natürlich trotzdem. Wir haben den Spieplatz für euch auf der Karte markiert:

Blick von der Fähre auf das blaue Meer und auf Valetta, Malta.
Blick von der Fähre nach Valetta. Wir haben so viel und doch so wenig von dieser beeidruckenden Stadt gesehen. Wir nahmen uns vor noch ein zweites Mal rüber zu fahren.

Als wäre das nicht schon ein Tag voller grandioser Einblicke gewesen, erwartete uns zu Hause eine weitere Überraschung.

Wir hatten es uns schon gemütlich gemacht, als wir plötzlich ein lautes Knallen hörten. Und wieder. Und wieder. Vom Balkon aus war nichts zu sehen. Also gingen wir hoch aufs Dach und staunten nicht schlecht über das Feuerwerk, das drüben in Valetta abgefeuert wurde.

Ein perfekter Tag.

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