Zu Fuß nach Manoel Island

Zu Fuß nach Manoel Island

Auf der gestrigen Tour nach Valetta ist uns von der Fähre aus diese kleine Insel mitten in der Bucht aufgefallen. Sie liegt zwischen Sliema und Valetta.

Wir fanden sie mit der alten Festung, den verlassenen Häusern, den vielen Grün und mit dem felsigen Strand sehr spannend und wollten sie unbedingt besichtigen. Von unserer Unterkunft aus war es nicht allzu weit zum schmalen Übergang nach Manoel Island. Wir recherchierten ein wenig: Auf der Insel steht das Fort Manoel, dass nach dem Portugiesen Antonio Manoel de Vilhena benannt wurde. Er war 1720 quasi der Geldgeber für den Bau dieses Forts. Mehr dazu findest Du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Manoel

Gleich am schmalen Übergang von Gzira zu Manoel Island befindet sich ein ungewöhnlicher kleiner Zoo. Er wirkt auf den ersten Blick chaotisch, ist aber für die Tiere sehr liebevoll gestaltet. In den vielen selbst gebauten Verstecken hatten Gänse, Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen ein kleines Paradies. Auch freilaufende Katzen haben es sich hier gemütlich gemacht. Der kleine Zoo ist besonders toll für Kinder. Er wird privat geführt und lebt von Spenden.

Gleich neben dem Zoo beginnt das Trockendock des Yachthafens. Die Boote und Yachten werden auf jeweils vier Holzpfählen gelagert, damit man den Rumpf während der Lagerung pflegen kann. Mich faszinierte hauptsächlich wie man ein Boot eigentlich auf diese Pfähle bekommt und ausbalanciert. Ich stell es mir nicht einfach vor. Auf den Yachten und Booten tummelten sich ebenfalls wieder Katzen.

Als wir weiter liefen sahen wir wie ein Mann sein Pferd im Wasser der Bucht badete. Es hatte Probleme mit den Beinen und das kühle Salzwasser half dem Tier dabei sich zu kurieren. Das Pferd war ein Rennpferd und Pferderennen ist auf Malta ein nach wie vor sehr beliebter Sport.

Als wir weiter liefen erstarrten wir an den verlassenen Wohnhäusern für einen Moment. Dort standen etliche Schalen mit Futter und Wasser. Wir befürchteten schon, dass uns gleich ein Rudel Hunde über den Weg läuft und man weiß ja nie was die von Fremden halten. Als wir da eine Weile standen und überlegten ob wir nun weiter gehen sollten, fielen uns etliche weitere Katzen auf, die in den Büschen schliefen. Puh dann lebt hier also nur ein Rudel Katzen. Also kann’s ja weiter gehen. 🙂

Es dauerte nicht mehr lang und wir fanden den felsigen Strand, den man von der Fähre aus sehen kann. Es ist überraschend belebt hier. Ein älterer Mann joggte mehrere Runden auf der kleinen Insel und sprang geschickt über die Felsen hinweg. Ein Pärchen mit einem großen Hund war auch unterwegs. Eine Gruppe abgehärteter Männer sprang in das smaragdfarbene Meer.

Wir machten eine Pause auf den Felsen und lauschten dem Rauschen der Wellen und aßen unseren Proviant. Als wir weiter zogen erschraken wir wegen einen unglaublich lauten Knall. Es war Kanonenfeuer von Valetta.

Wir waren Ende Januar auf Malta und anscheinend waren in dieser Woche ein Paar Feiertage (auf Malta gibt es nämlich viel zu feiern).

Auf der großen Steintreppe des Forts kann man es sich auch gemütlich machen und den Blick auf Valetta genießen.

Auf den Weg zur Unterkunft aßen wir noch etwas von einem Imbiss und bewunderten den Hafen, wie er im dunkeln beleuchtet ist.

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